Bikepacking 2026 | Tag 1


Der Start meiner Bikepacking-Tour begann in Stolberg. Eigentlich hätte ich lieber in Aachen gestartet, doch aufgrund einer Baustelle der Bahn und des eingerichteten Schienenersatzverkehrs stand bereits vorher fest, dass Stolberg mein Ausgangspunkt sein würde.

Bei bestem Wetter rollte ich in der noch kühlen Morgenluft durch die Felder zur Vennbahn. Trotz Pfingstsonntag und des bevorstehenden Feiertags war es angenehm ruhig. Die Sonne wurde schnell stärker und ich war froh, die Sonnencreme eingepackt zu haben. Es fühlte sich einfach gut an, unterwegs zu sein.

Für diese Tour hatte ich bewusst nur grob geplant. Kein festes Tagesziel, kein Zeitdruck, kein Zwang, noch ein paar Kilometer mehr fahren zu müssen.
Der Weg war das Ziel. Ich hielt dort an, wo es mir gefiel, machte Pausen, wann immer ich wollte, und ließ einfach mal alles auf mich zukommen.

Erst gegen Mittag begann ich darüber nachzudenken, wo ich die Nacht verbringen würde. Die Entscheidung fiel auf Bastogne. Ein schöner, gepflegter Campingplatz und die erste Nacht auf Tour.

Vorher machte ich noch einen Abstecher zum Bastogne War Museum. Das Museum selbst habe ich nicht besucht. Verschwitzt und staubig vom Radfahren erschien mir das nicht passend. Stattdessen verbrachte ich einige Zeit draußen und dachte darüber nach, was hier während der Ardennenoffensive geschehen ist und welche Auswirkungen diese Ereignisse bis heute haben.

Dabei fiel mir etwas auf, das man entlang der Vennbahn noch immer sehen kann: Die gesamte Trasse gehört zu Belgien, selbst dort, wo sie durch Deutschland verläuft. Rechts und links liegen deutsche Wiesen und Felder, dazwischen belgisches Gebiet – ohne sichtbare Grenze.

Vielleicht ist genau das ein schönes Symbol für das, was wir heute genießen dürfen: Freiheit ohne sichtbare Grenzen.

📍 Stolberg → Vennbahn → Bastogne