Nach einem ganzen Monat Indoortraining war es für mich höchste Zeit, wieder echten Gravel unter den Reifen und Wind um die Nase zu spüren. Den ganzen Januar bin ich nicht einmal mit dem Gravelbike vor die Tür gekommen. Ja, das ist fast schon eine kleine Selbstanklage – aber jetzt ist mal kurz Schluss mit Rollentraining. Der Smarttrainer bekommt einen Tag eine wohlverdiente Pause, und ich darf endlich wieder durch Matsch und Pfützen flitzen .
Die erste Ausfahrt zurück in die Natur führte mich direkt an den Rhein. Frische Luft statt Lüftergeräusch, der Geruch von nassem Laub am Ufer und kleine Schlammschlachten auf den Feldwegen – das fühlt sich an wie ein kleiner Neustart. Unterwegs gab’s sogar eine kleine „Kreuzfahrt“: Mit der Fähre die Rheinseite von Zons nach Urdenbach zu wechseln, ist immer ein Highlight. Der Fahrtwind bläst einem den Winterschlaf aus dem Kopf, und das sanfte Schaukeln sorgt für eine kurze Auszeit, bevor es weiter in die Pedale geht.
In meinem neuen Video nehme ich euch mit, inklusive Mini-Fährfahrt und den ersten richtigen Outdoor-Kilometern des Jahres. Kommt mit auf diese kleine Runde und spürt mit mir zusammen, wie gut es tut, wieder im Spiel zu sein. Viel Spaß beim Zuschauen – und vielleicht packt euch danach ja auch wieder das Gravel-Fieber.
Wie konnte ich um alles in der Welt diese Fahrradmesse bisher ignorieren? Also jetzt mal ehrlich. Die cyclingworld habe ich von Anbeginn begleitet und besucht. Der Eurobike habe ich in Frankfurt zweimal einen Besuch abgestattet. Aber die velofollies habe ich bisher irgendwie gekonnt ignoriert.
Ehrlich gesagt bin ich Mitte Januar mit wenig Erwartung zur velofollies nach Kortrijk in Belgien gefahren. Viel konnte man im deutschsprachigen Raum auch nicht über die Messe herausbekommen. Weniger als eine handvoll Rennrad und MTB Portale haben dazu Videos veröffentlicht. Ich wollte mir halt einen visuellen Eindruck verschaffen wie es da wirklich zugeht. Geschrieben ist schnell das es volle Hallen sind und die Fachbesucher dort viel zu sehen haben. Ich wollte sehen was mich da erwartet. Erstaunlich wenige haben dazu auf YouTube was hochgeladen. Dementsprechend neugierig war ich darauf was mich da wirklich erwartet.
Wenn ich Erwartungen gehabt hätte, wären die auf jeden Fall übertroffen. Kann ich definitiv so sagen.
Also habe ich meine Kamera eingepackt und ein zwei Mikrofone. Ein paar Tage vorher noch auf gut Glück eine Media Akkreditierung abgesetzt die auch sehr schnell bestätigt wurde.
Was ich dann vor Ort vorgefunden habe waren ausreichend Parkplätze fast direkt vor der Tür. Ein sehr netter Empfang im Presse Office wo es erst einmal Kaffee und Wasser zum mitnehmen gab und natürlich die Eintrittskarte in Form eines Armbandes.
Die Schlange vor dm Eingang war nicht existent. Das soll heißen man musste nicht anstehen sondern ging einfach rein. Zu erwähnen sei das ich am Samstag da war. Die Messe öffnete um 10 Uhr die Tore und ich ging um ca. 10:15 Uhr durch den Eingangsbereich. Mein erster Gedanke war natürlich das da natürlich auch nichts los sei. So schnell wie man reinkam. Aber weit gefehlt.
Die erste von insgesamt 6 Hallen war voll. Rappelvoll. Ich musste mich durchschieben und tief in meinem inneren begann ich schon zu seufzen. Aber ich kann vorweg nehmen das es ab er zweiten Halle dann wesentlich entspannter zuging. Also alles gut.
Breite Gänge und eine wirklich bunt gemischte Standsortierung. Das Konzept erschloss sich mir auch erst später. Denn so ging ich auch an Ständen vorbei die ich nicht gesucht hätte. Denn die standen neben denen die ich mir im Vorfeld zum Besuch auf meinem Lageplan markiert hatte. Das ist mir hier auf der velofollies auch wirklich erst bewusst geworden weil es so offensichtlich war. Sehr angenehm kann ich sagen. Da fand man dann Blackroll zum Beispiel neben einem Hersteller für Lastenräder gegenüber von VanRysel. Bunter ging es echt nicht.
Was mir persönlich auffiel und was mir auch an den Ständen denen ich einen Besuch abgestattet hatte bestätigt wurde, ist etwas noch viel offensichtlicheres. Es gab fast ausschließlich Fachpublikum. Irgendwie hatten alle sehr intensive Gespräche und die Aussteller hatten sichtlich Freude daran nicht nur so Fragen zu beantworten ob es das Rad nicht auch in Rot gebe. Nein. Die Fragen gingen um Materialzusammensetzung des Rahmen, Schaltgruppen die zu verschiedenen Einsatzzwecken genutzt werden und wie man bestimmte Komponenten und Zubehör kombinieren kann. Da waren keine Sammler mit Jutetaschen bepackt die Kulis und Pfefferminz von den Ständen einsammelten. Es waren fast alles Fachgespräche und die Aussteller waren darauf vorbereitet. Das war faszinierend und dies ergab eine tolle Atmosphäre mit vielen spannenden Gesprächen und Diskussionen in die man sich einklinken konnte. So denn man die Sprache verstand 😉 Englisch ist da grundsätzlich kein Problem und damit kommt man zu 99,8% weiter.
Deutsch sollte man nicht erwarten aber es gab den einen oder anderen Aussteller auch aus Deutschland mit deutschsprachigen Personal. Aber auch mit denen habe ich mich erst auf englisch unterhalten und erst bei der Verabschiedung realisierte man, das man eigentlich auch hätte deutsch sprechen können.
Ich entschied mich ein für mich neues Format auszuprobieren und einfach mal einen Rundgang auf der Messe mit der Kamera zu begleiten. Keine Gespräche oder Interviews mit Ausstellern. Einfach ein mit der Kamera begleiteter Rundgang. Ich hatte Spaß und bin begeistert von der velofollies und deren Konzept.
Jetzt hier für euch aber das Video zum anschauen. Was haltet ihr davon? Schreibt es mir gerne in die Kommentare auf YouTube oder schreibt mir eine Email.
Das Jahr besinnlich ausklingen lassen. Weihnachtsmärkte, Glühwein, Bratwurst und heiße Maronen. Das mit der Besinnlichkeit lasse ich mir gerne gefallen. Auf den Rest verzichte ich bewusst und tausche es gegen mildes Klima, mediterranes Essen, entspannte Mentalität und mit dem Gravelbike in Kurz Kurz fahren aus.
Urlaub und neues Gravelbike
Ein entspannter Urlaub und ein neues Gravelbike von canyon machen es perfekt. Mit der Frau auf der Insel Mallorca die fast menschenleeren Städte und Dörfer besuchen hat schon etwas. Da wo sich sonst die Touristen durch volle Gassen und Märkte schieben, lässt sich in der Nebensaison entspannt Urlaub machen. Die Spanier sind da gefühlt entspannter und man kann mit Ihnen sein Spanisch besser auffrischen und das ein oder andere private Gespräch beginnen. Sofern denn möglich mit meinen Kenntnissen. Zum Glück kam auch noch mein neues Gravelbike das ich über Jobrad über meinen Arbeitgeber geleast habe pünktlich an. Nach einer kurzen Probefahrt im Bergischen Land landete es dann direkt in meinen Bikekoffer um es mit nach Mallorca zu nehmen. Es ist ein canyon GRIZL CF9 eclips geworden und ich bin sehr davon angetan. 13 fach SRAM RED Gruppe mit UDH an einem Carbonrahmen die ein Carbonlaufradsatz GRC 1400 von DT Swiss antreiben. Ein Lichtsystem von Lupine mit integrierter Powerbank welches von einem SON Nabendynamo versorgt wird. Nur um mal ein paar Highlights zu nennen die mich zum Kauf bewegt haben. Schaut es euch gerne in meinem Video an. Dort zeige ich euch auch eine meiner Lieblingsstrecken auf der Insel.
Der smugglerspath ist für mich ja bereits eine echte Institution und ein Jahr ohne den smugglerspath in Belgien ist unvorstellbar. Dazu gehört natürlich auch ein kurzes Video, dieses mal als Rückblick zum Event.
Für alle die jetzt Neugierig sind und das selbst mal erleben möchten, die Anmeldung zum smugglerspath2026 ist ab dem 15.11.2025 geöffnet und man sollte schnell sein.
Die Tickets sind sehr begehrt und du findest sie für alle Smugglers Events hier: https://smugglers.be
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