Project2026 ist kein Event!
Project2026 ist kein Race!
Project2026 ist mein Self Supported Adventure!
Meine persönlichen Ziele
Mein Ziel ist es ein Abenteuer zu begehen. Soweit es innerhalb Europa möglich ist. Die meiste Zeit werde ich in Belgien sein und dort eine tolle Zeit verbringen. Land und Leute näher kennenlernen. Sehenswürdigkeiten und möglicherweise auch das eine oder andere Museum besuchen.
Mein Ziel ist es keinem Druck zu unterliegen oder mit Zeitnahme gegen die Uhr zu fahren. Geschwindigkeit, Kilometer und andere messbaren Werte spielen eine eher untergeordnete Rolle. Lediglich ich auf meinem Bike auf Abenteuer und Entdeckertour.
Mein Ziel ist es neues zu entdecken. Sehenswürdigkeiten, Menschen und Eindrücke. Ich werde offen sein für neue Wege und nicht stur einer geplanten Route folgen. Es wird eine geplante Strecke geben. Von dieser werde ich aber abweichen wie, wo und wie lang es mir beliebt. Dabei werde ich versuchen einiges für mich bereits bekanntes aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und für mich neu entdecken.
Meine Herausforderung
Meine größte Herausforderung wird für mich sein, mich auf neue und unbekannte Dinge einzulassen. Dinge wie zum Beispiel nicht im vornherein geplante Unterkünfte oder Plätze zum Übernachten.
Meine Planung
Der Ausgangspunkt ist meine Heimat in Langenfeld, aber schon bald rollen die Reifen auf belgischem Asphalt und Schotter. Ich möchte Land und Leute kennenlernen, mir Zeit für Sehenswürdigkeiten nehmen und die schönsten Ecken Walloniens aus dem Sattel erleben.
Was plane ich zu besuchen und zu erfahren
Die Planung ist noch nicht final und wird es wohl auch nie sein. Ein wenig Abenteuer soll es ja geben. Aber es gibt da ein paar Plätze und Sehenswürdigkeiten die ich besuchen möchte.
Vennbahn – von Aachen bis Luxemburg
Die Reise beginnt auf der Vennbahn, einem 125 km langen Bahntrassen‑Radweg, der Aachen mit Troisvierges in Luxemburg verbindet. Die ehemalige Bahnstrecke ist in sechs Etappen unterteilt und weist maximal 2 % Steigung auf – ideal zum Einrollen. Schon in Aachen lohnt ein Abstecher in den Dom und das Rathaus der alten Kaiserstadt. Entlang der Route liegen das ehemalige Benediktinerkloster Kornelimünster und das Töpfereimuseum in Raeren. In der zweiten Etappe erleben wir Monschau mit seinen Fachwerkhäusern, dem Rursee und Geschichten von Kaffeeschmugglern. Hinter dem Hohen Venn führt der Weg durch den Naturpark Hautes‑Fagnes‑Eifel vorbei an den Seen von Robertville und Bütgenbach; im Städtchen St. Vith erinnert vieles an die Zerstörung während der Ardennenschlacht.
Bastogne War Museum und Mardasson Memorial
In Bastogne werde ich das Bastogne War Museum besuchen. Die Ausstellung erinnert an die Ardennenschlacht und nutzt Audioguides, Filme und realistisch inszenierte Szenen. Jeder Besucher begleitet vier fiktive Personen – einen deutschen Offizier, einen amerikanischen Soldaten, einen lokalen Jungen und eine Lehrerin – und erlebt die Kämpfe aus unterschiedlichen Perspektiven .
Das benachbarte Mardasson‑Memorial ist sternförmig angelegt; es erinnert an die US‑Soldaten und man kann von oben die Landschaft überblicken .
La Roche‑en‑Ardenne
Das mittelalterliche Städtchen La Roche‑en‑Ardenne liegt malerisch an einer Schleife der Ourthe. Über dem Ort thronen die Ruinen der Feudalburg, die zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert errichtet wurde. Im Sommer finden dort Falknershows, Mittelalterfeste und sogar „Geister‑Shows“ statt . Durch die engen Gassen schlendern und den Blick vom Burghügel genießen – ein Muss für die Tour.
Ciney
Ciney ist zwar klein, hat aber einen großen Namen in der Bierwelt. Hier wird seit mindestens 1450 Bier gebraut; heute gibt es das Ciney als helles oder braunes Bier. Das Etikett zeigt den Glockenturm der Kollegiatskirche. Außerdem ist Ciney Zentrum des Blanc‑Bleu‑Belge‑Rindes und besitzt den größten Viehmarkt Belgiens . Ein Halt mit Steak und einem Glas Ciney ist daher fest eingeplant.
Dinant – Tochter der Maas
Die Stadt Dinant schmiegt sich zwischen die steilen Felsen der Ardennen und die Maas. Ihre Zitadelle entstand im 11. Jahrhundert und wurde immer wieder ausgebaut. Ein Aufzug oder 408 Stufen führen nach oben; dort gibt es Ausstellungen zur Regionalgeschichte, einen nachgebauten Schützengraben aus dem Ersten Weltkrieg und vor allem eine grandiose Aussicht auf das Tal . Dinant ist auch die Geburtsstadt von Adolphe Sax, dem Erfinder des Saxophons; bunte Saxophonplastiken schmücken die Uferpromenade, und im Maison de Monsieur Sax erfährt man mehr über sein Leben. Die Pont Charles de Gaulle trägt kunstvolle Saxophone verschiedener Länder und bietet einen tollen Blick auf die Citadelle . In der Nähe liegt das Maison Leffe, ein Museum über die Klosterbrauerei, die seit 1240 Bier braut; am Ende darf man natürlich ein Leffe probieren . Unterhalb der Citadelle steht die Stiftskirche Notre‑Dame mit ihrer markanten birnenförmigen Turmhaube , und am Ortsrand ragt der Rocher Bayard, ein gespaltenes Felsmassiv, zu dem eine Legende über das Pferd des Kaisers Karl dem Großen erzählt wird .
Chimay
Südlich von Chimay liegt das Trappistenkloster Scourmont, wo seit 1850 die berühmten Chimay‑Trappistenbiere gebraut werden. Die Brauerei selbst ist nicht öffentlich zugänglich, aber im Espace Chimay erfahren Besucher anhand einer animierten Abtei‑Modellanlage und interaktiven Stationen, wie Bier und Käse hergestellt werden . Ein Spaziergang führt zum Klostergarten, der Kirche und zum Friedhof der Mönche ; am Ende gibt es eine Kostprobe eines frisch gezapften Chimay. Wer auf die besondere Abtei‑Atmosphäre verzichten möchte, findet überall in der Region gemütliche Tavernen, in denen das bernsteinfarbene Chimay Bleue oder das kräftige Chimay Grande Réserve ausgeschenkt wird.
Charleroi – von Industrie zu Kultur
Charleroi hat sich von einer Bergbaustadt zur Kulturmetropole entwickelt. Auf dem Place Charles II steht die barocke St‑Christophe‑Kirche mit einer hohen Kuppel und einer vergoldeten Mosaikwand hinter dem Chor sowie prachtvollen Buntglasfenstern und Fresken . Südlich des Zentrums erzählt das ehemalige Steinkohlenbergwerk Bois du Cazier (UNESCO‑Welterbe) in seinen Museen von der Industriegeschichte und der Bergwerkskatastrophe von 1956; auf den begrünten Abraumhalden werden Naturführungen angeboten . Die Fotografie‑Sammlung von Charleroi ist Europas größte Sammlung von Fotografien und historischen Kameras; die Ausstellungen sind interaktiv . Im Musée des Beaux‑Arts sind Werke regionaler Künstler ausgestellt, darunter René Magritte und Pierre Paulus . Das Art‑Deco‑Belfried des Rathauses mit 47 Glocken spielt zu jeder vollen Stunde ein Volkslied .
Namur – Zitadelle über der Maas
Die Hauptstadt Walloniens liegt am Zusammenfluss von Sambre und Maas. Die Zitadelle von Namur thront auf einem Felsvorsprung und gilt als eines der größten Befestigungswerke Europas. Sie entwickelte sich vom mittelalterlichen Schloss zur Festung und wurde von Baumeistern wie Sébastien le Prestre de Vauban ausgebaut . Nach der Unabhängigkeit Belgiens diente sie als Residenz von König Leopold I.; seit 1977 wird sie touristisch genutzt . Besucher können die Befestigungsanlagen mit Audioguide erkunden, durch ein Labyrinth aus unterirdischen Gängen laufen und mit einem Touristenzug die Panoramaterrassen erreichen . Darüber hinaus veranstaltet die Zitadelle regelmäßig Lichtshows, Theateraufführungen und Konzerte.
Mur de Huy – legendäre Rampe
Auf dem Weg Richtung Osten erwartet mich der Mur de Huy, die „Wand von Huy“. Die Straße ist nur 1,3 km lang, aber sie weist im Durchschnitt 9,3 % Steigung, im letzten Kilometer sogar 11 % und in der Spitze 19 % auf . Der Anstieg überwindet 125 Höhenmeter und beginnt am Place Saint‑Denis . Er bildet das Finale des Profirennens Flèche Wallonne und war mehrfach Etappe der Tour de France. Wer oben ankommt, wird mit einem Blick über die Maas und die Stadt Huy belohnt.
Liège – Coteaux de la Citadelle und Montagne de Bueren
In Lüttich (Liège) werde ich durch die Stadt radeln und die Hügel der Zitadelle erkunden. Der Hang über der Altstadt ist ein „grüner Lungenflügel“ mit Terrassen, historischen Mauern und Gärten; von hier bieten sich Panoramaausblicke über die Stadt und den Fluss Maas. Auf den Coteaux de la Citadelle führen fünf markierte Wege zu den ehemaligen Terrassen der Deutschordensritter, zu Resten der Stadtmauern aus dem 13. Jahrhundert und hinab in die Altstadt. Herzstück ist die Montagne de Bueren: 374 Stufen führen steil zum ehemaligen Festungshügel hinauf; oben stehen ein Kriegerdenkmal und die grasbewachsenen Bastionen . Wer seine Kräfte schonen will, benutzt die schmalen Nebenwege, die zum Terrassenpark des Couvent des Minimes führen – einst Obstgärten von Ordensgemeinschaften, heute ein idyllischer Park mit Blick über die Dächer von Liège .
Grünroute – Radweg durch drei Länder
Die Grünroute ist ein 370 km langer Radfernweg, der Düren in Deutschland über Heerlen in den Niederlanden bis nach Beringen in Belgien führt . Er folgt den Spuren des ehemaligen Steinkohlereviers und verbindet Industriekultur mit Naturerlebnissen. Unterwegs begegnet man Wasserburgen, Nationalparks und stillgelegten Industriewerken . Im Indeland zwischen Düren und Jülich entsteht eine „Landschaft in Bewegung“: ehemalige Tagebaue werden zu Seenlandschaften, und auf der Halde Carl Alexander führt ein schwebender Steg zu einem Aussichtspunkt . Jenseits der niederländischen Grenze wechseln sich Bergarbeitersiedlungen, Schlösser, Museen und renaturierte Zechen ab . Bei Genk stößt man auf eine der ältesten belgischen Kohlengruben mit restaurierten Fördertürmen . Zum Schluss sorgt die Natur für Entspannung: In Hasselt gibt es einen japanischen Garten, eine Landschaft mit tausend Teichen und Wanderwege über ehemalige Bergbauhalden auf dem Weg nach Beringen
Radeln durch die Baumkronen – Bosland
Im Nationalpark Bosland in der Provinz Limburg wartet eine spektakuläre Innovation: „Cycling through the Trees“ (Fietsen door de Bomen). Der im Juni 2019 eröffnete Rundweg führt auf zwei ineinander verschlungenen Ringen bis zu zehn Meter hoch durch die Baumkronen . Die Strecke ist 700 m lang, komplett barrierefrei und erlaubt es Radfahrern, Spaziergängern und Joggern, den Wald aus einer neuen Perspektive zu erleben . Der Zugangspunkt liegt beim Knotenpunkt 272 im Pijnven‑Naturschutzgebiet, einem Teil des Bosland‑Nationalparks; GPS‑Koordinaten: 51.1616187 N, 5.3105925 E .
Smugglers Path 2026 – Hamont‑Achel
Den Abschluss (und Höhepunkt) der Reise bildet die Teilnahme am Smugglers Path in Hamont‑Achel. Am 30. Mai 2026 findet bereits die 7. Auflage dieser Gravel‑Veranstaltung statt. Es handelt sich nicht nur um eine Ausfahrt, sondern um ein ganzes Festival: Neben Startpaket und Kaffee gibt es 110‑ oder 165‑km‑Routen. Mehr als 90 % der Strecke verlaufen offroad, und die Teilnehmer können zwischen zwei unterschiedlich langen Rundkursen mit separatem Start wählen. Wenige Tage vor dem Start werden die GPX‑Tracks per E‑Mail versandt. Unterwegs warten zwei bis drei Verpflegungspunkte; im Ziel gibt es für alle ein kaltes Bier und einen Hamburger (wahlweise vegetarisch).
Wo kann man sich anmelden oder mitmachen
Gar nicht. Es ist mein ganz eigenes und persönliches Abenteuer. Aber ich nehme euch mit auf diese Tour in dem ich euch meine Erlebnisse und Eindrücke in Video, Bild und Ton auf YouTube, als Podcast und auf Instagram weitergebe.
Wann wird es stattfinden
Im Mai. Da der Smugglerspath als einzig festes Datum in meinem Plan feststeht, ist es absehbar wann ich ungefähr auf die Reise gehe.
